CDU beantragt Standort-Dialog Gewerbe

12.09.2026

Bestehende Unternehmen sollen stärker eingebunden werden, bevor Gutachten oder konkrete Planungen für das Gewerbegebiet starten.

Die CDU-Fraktion setzt sich dafür ein, die Entwicklungsperspektiven der bereits in Wentorf ansässigen Unternehmen stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Mit einem Antrag für einen „Wentorfer Standort-Dialog Gewerbe“ sollen Arbeitsplätze gesichert, wirtschaftliche Entwicklung ermöglicht und verlässliche Rahmenbedingungen für die örtlichen Betriebe geschaffen werden.

Aus Sicht der CDU ist eine starke lokale Wirtschaft eine wichtige Grundlage für die Zukunftsfähigkeit Wentorfs. Die Unternehmen vor Ort schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze, sorgen für Wertschöpfung und tragen mit ihren Gewerbesteuern zur Finanzierung kommunaler Aufgaben bei. Gerade angesichts zahlreicher anstehender Investitionen sei es wichtig, die wirtschaftliche Basis der Gemeinde zu sichern und weiterzuentwickeln.

Der Standort-Dialog soll dabei vor allem die Unternehmen einbeziehen, die bereits heute in Wentorf tätig sind. Ziel ist es, gemeinsam zu ermitteln, wo Erweiterungsbedarf besteht, welche Hemmnisse Investitionen erschweren und welche Entwicklungsmöglichkeiten im bestehenden Gewerbegebiet realistisch und sinnvoll sind.

Nach dem Antrag der CDU soll der Standort-Dialog möglichst bis zum Ende des ersten Quartals 2027 stattfinden. Eingeladen werden sollen insbesondere die ansässigen Unternehmen, Grundstückseigentümer sowie der Vorstand der Wirtschaftsinitiative Wentorf. Gemeinsam mit der Bürgermeisterin und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Kreis Herzogtum Lauenburg sollen die Entwicklungsmöglichkeiten des Gewerbegebietes beraten werden.

Grundlage für den Dialog ist unter anderem eine Projektstudie des Masterstudiengangs Stadtplanung der Technischen Hochschule Lübeck. Die Studie zeigt auf, wie das Wentorfer Gewerbegebiet trotz begrenzter Flächenreserven leistungsfähig, klimaangepasst und flächeneffizient weiterentwickelt werden könnte. Genannt werden unter anderem die Aufstockung bestehender Gebäude, Anbauten, Lückenschlüsse, eine bessere Nutzung vorhandener Grundstücke sowie flächensparende Lösungen für Stellplätze.

Für die CDU steht im Vordergrund, vor möglichen Gutachten oder konkreten Planungen zunächst den Austausch mit den Unternehmen zu suchen. Die Betriebe kennen ihre eigenen Bedarfe, praktischen Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven am besten. Wirtschaftsförderung soll sich deshalb eng an den tatsächlichen Anforderungen der Unternehmen vor Ort orientieren.

Mit dem Standort-Dialog will die CDU Wentorf einen Prozess anstoßen, der wirtschaftliche Entwicklung ermöglicht, Investitionen erleichtert und bestehende Unternehmen langfristig am Standort hält. Davon profitieren aus Sicht der CDU nicht nur die Betriebe selbst, sondern auch Beschäftigte, Gemeindehaushalt und Bürgerinnen und Bürger.

Hintergrund

Die Projektstudie „Gewerbegebiet Wentorf – Gemeinsam zu einem leistungsfähigen und resilienten Zukunftsstandort“ entstand im Sommersemester 2026 an der Technischen Hochschule Lübeck. Die vollständige Präsentation ist online abrufbar.