Die Gemeindevertretung Wentorf hat am 19. März 2026 eine richtungsweisende Entscheidung zur Zukunft der weiterführenden Schulen getroffen. Nach einem intensiven, mehrjährigen Planungsprozess wurde ein klarer und zugleich pragmatischer Weg beschlossen.
Im Zentrum steht die Gemeinschaftsschule: Sie soll nach Möglichkeit am bestehenden Standort erweitert und saniert werden – auf Grundlage der Vorzugsvariante aus der hochbaulichen Machbarkeitsstudie. Damit folgt die Gemeinde einem Ansatz, der eine schnelle und realistische Verbesserung der Situation ermöglicht.
Gleichzeitig wird die Neubaufrage nicht ausgeblendet. Auf Basis der ermittelten Raumbedarfe werden parallel belastbare Kostenrahmenschätzungen für verschiedene Varianten erstellt:
- Neubau am bestehenden Standort
- Neubau auf dem Sportplatz mit Verlagerung der Sportflächen
Wichtig ist dabei: Die Kosten sollen vollständig und vergleichbar ermittelt werden – inklusive aller relevanten Faktoren wie Interimslösungen, Abriss- und Planungskosten.
Ein weiterer Prüfauftrag betrifft die planungsrechtliche Umsetzbarkeit: Der Planungs- und Umweltausschuss wird untersuchen, wie realistisch ein rechtssicherer Bebauungsplan für einen möglichen Neubau auf dem Sportplatz ist.
Das ursprünglich diskutierte Campusmodell wurde hingegen verworfen. Ausschlaggebend waren insbesondere Rückmeldungen aus Schulen und Öffentlichkeit sowie Zweifel an Umsetzbarkeit und Akzeptanz.
Zugleich wurde entschieden, die weiteren Planungen für das Gymnasium vorerst zurückzustellen, um die dringend benötigten Fortschritte bei der Gemeinschaftsschule zu priorisieren.
Der CDU-Fraktionsvorsitzende Florian Slopianka ordnete die Entscheidung in seiner Rede als Ergebnis eines langen und transparenten Prozesses ein: Bereits seit 2022 seien Bedarfe systematisch ermittelt, Varianten geprüft und die Schulöffentlichkeit eng eingebunden worden.
Er betonte, dass es nun darauf ankomme, Handlungsfähigkeit und Sorgfalt zu verbinden:
Nicht eine vermeintlich perfekte, aber unsichere Lösung stehe im Vordergrund, sondern ein Weg, der verlässlich umsetzbar ist und die Schulen tatsächlich voranbringt.
Mit dem Beschluss verfolgt die Gemeinde genau diesen Ansatz:
Schrittweise vorgehen, Entscheidungen auf eine solide Grundlage stellen – und gleichzeitig keine weitere Zeit verlieren.

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